| Hai-Ausstellung: Ein Ausflug in die Welt der Haie |
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Index
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Sie finden hier nur eine kurze Übersicht über die Themen der Hai-Ausstellung. Besuchen Sie die Ausstellung, es lohnt sich!
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70.8 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Die Meere enthalten 96 % des gesamten Salzwasservorrats der Erde, dies sind über 1'350 Millionen Tonnen Wasser. Doch Meer ist nicht gleich Meer. Das grösste Nahrungsangebot findet sich zum Beispiel in den relativ flachen, nur ca. 200 m tiefen, Schichten über den Kontinentalsockeln. Dort tragen die Flüsse Nährstoffe für Kleinstlebewesen ins Wasser, die die Basis der Nahrungspyramide darstellen. Die meisten der ungefähr 460 bekannten Haiarten leben in diesen biologisch hochproduktiven Kontinentalsockel-Bereichen.
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Haifisch oder Hai? Haie werden oft als Haifische bezeichnet, obwohl sie nur entfernt mit den eigentlichen Fischen, den Knochenfischen, verwandt sind. Die Entwicklungslinien der Knorpel- und Knochenfische haben sich vor zirka 400 Millionen Jahren getrennt.
Heute sind über 460 Haiarten bekannt. Die Haiarten der Tropen, der Subtropen und der gemässigten Regionen der nördlichen Halbkugel sind wissenschaftlich am besten untersucht. Regionen südlich des Äquators oder auch östlich des westlichen Indischen Ozeans bis hin zum indo-australischen Archipel sind weniger bekannt. Gerade in diesen Regionen wurden in den letzten Jahren einige neue Haiarten entdeckt. |
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Hai ist nicht gleich Hai, doch Kiemenspalten haben sie alle
Haie haben sich in 400 Millionen Jahren perfekt an das Leben im Meer angepasst und fast alle Meeresregionen besiedelt. Es gibt bodenlebende, freischwimmende, Küsten-, Hoch- und Tiefseeformen. Ihr Nahrungsspektrum reicht von Plankton über Muscheln und Weichtiere bis hin zu Fischen, Vögeln und Meeressäugern. Alle diese Spezialisierungen bedingen spezifische anatomische Anpassungen und entsprechend unterschiedlich ist das Äussere der Haie. Das sicherste Merkmal jedoch, an dem ein Hai als solcher erkannt werden kann, sind die 5 - 7 Kiemenspalten.
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Die Organe der Haie sind, ebenso wie ihre äussere Form, perfekt an das Leben im Meer und die Jagd angepasst. Spezielle Regionen ihres Kreislaufsystems ermöglichen es ihnen, die Körpertemperatur, ähnlich wie Vögel und Säugetiere, weit über der Umgebungstemperatur zu halten.
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Haie sind Meister der Sinne und haben zudem sieben davon
Im Meer müssen Jäger ausgezeichnete Sinne haben, um ihre entfernte oder versteckte Beute orten zu können. In den über 400 Millionen Jahren der Entwicklung der Haie haben sich ihre Sinne für eine Aufgabe spezialisiert, die Jagd und damit das Überleben. Sie sehen im Dunklen besser als Katzen, sie können Gerüche 10'000 mal besser als wir Menschen orten und haben einen ausgeprägten Geschmackssinn, sie hören ausgezeichnet, empfangen und spüren auch noch die kleinsten Druckunterschiede, fühlen Strömungen und können die elektrischen Felder ihrer Beute orten.
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Wir wissen noch sehr wenig über die vielen verschiedenen Fortpflanzungsstrategien der Haie. Gerade diese Vielfalt, die eine gewisse Verallgemeinerungen erschwert, macht die Haie jedoch so erfolgreich. Haie haben ihre Fortpflanzung an die unterschiedlichsten Bedingungen optimal angepasst.
Die meisten Haie bekommen lebende Junge, die anderen legen Eier. Einige Haiarten paaren sich das ganze Jahr über, andere bevorzugen bestimmte Jahreszeiten und Gegenden. Die Weibchen einiger Haiarten produzieren jedes Jahr Junge, andere wiederum legen unregelmässige, mehrjährige Fortpflanzungspausen ein.
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Über das Verhalten der Haie ist noch sehr wenig bekannt.
Hai ist nicht gleich Hai und so ist auch ihr Verhalten unterschiedlich. Relativ gut untersucht ist das Jagdverhalten, das Buckeln, die Schwarmbildung der Hammerhaie und ihre sozialen Interaktionen.
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Haihaut ist mit kleinen, sehr stabilen, zahnähnlichen Fortsätzen, den Plakoidschuppen, besetzt. Sie haben den gleichen Ursprung wie die Schuppen der Knochenfische. Im Unterschied zu Schuppen haben sie einen Schmelzüberzug und sind dadurch wie Zähne aufgebaut. Ausgefallene Plakoidschuppen wachsen, wie Haizähne, wieder nach.
Zum Anfassen:
- Haihaut-Proben
- Speedo Schimmanzug
- 3M Flugzeugfolie
- Schmirgeltuch
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Ereignet sich irgendwo auf unserem Planeten ein tödlicher Unfall mit einem Hai, rast die Nachricht mit Internetgeschwindigkeit um die Welt, auch wenn es nur Kratzer sind. Berichte über den Unfall kommen weltweit in den Nachrichten und die Meinungen diverser Experten werden eingeholt.
Alleine in den USA und Kanada sterben jährlich etwa 40 Menschen bei Unfällen mit Schweinen, etwa 3 mal mehr als weltweit bei Haiunfällen. Haben Sie je von so einem Unfall gehört?
Fakt ist: Haiunfälle beim Wassersport oder Baden passieren extrem selten. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich nur ca. 56 solche Unfälle mit Haien pro Jahr. Von diesen enden etwa sieben bis elf tödlich. Verglichen mit den mehreren Milliarden Bade-, Schwimm-, Surf- und Tauchausflügen pro Jahr ist ein 6er im Lotto wahrscheinlicher, als von einem Hai gebissen zu werden. Diese Statistiken beziehen keine Berufsunfälle mit Haien, zum Beispiel bei Fischern oder Wissenschaftlern, und provozierte Unfälle mit ein.
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Jedes Jahr werden zwischen 600'000 und 750'000 Tonnen Haie gefangen und oft auf brutalste Weise geschlachtet. Das Durchschnittsgewicht eines gefangenen Haies beträgt nur ca. 10 bis 20 kg. Das ergibt ca. 100 Millionen Haie pro Jahr, oder 273'973 Haie pro Tag, oder 11'416 Haie pro Stunde!
Jede Sekunde sterben drei Haie.
Haie können mit ihrer niedrigen Fortpflanzungsrate die Verluste, die sie an allen Fronten erleiden, nicht mehr kompensieren. Sie setzen wenige, aber gut entwickelte Nachkommen ab, darum werden sie meist spät fortpflanzungsfähig, haben lange Schwangerschaften und nur wenige Nachkommen. Haie reagieren deshalb auf eine Überfischung und Änderungen ihrer Umwelt viel sensibler als Knochenfische.
Die Hai-Stiftung plädiert gegen sinnlosen Raubbau und für eine sinnvolle, nachhaltige Nutzung der weltweiten Haibestände. Nur wenn der Haifang weltweit koordiniert wird, Schonzeiten und Schutzzonen eingerichtet werden, können sich die Bestände erholen.
Schweizer Grossverteiler, wie Migros, Globus und Coop, führen keine Hai-Produkte mehr in ihrem Sortiment.
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Die Hai-Stiftung unterstützt wissenschaftliche Projekte, die einen effizienteren Schutz der Haie ermöglichen sollen:
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Die Hai-Stiftung wurde 1997 gegründet um aktiv zum Schutz und zur Erhaltung bedrohter Haiarten und deren natürlichen Lebensräume beizutragen. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit mit fundierten, wissenschaftlichen Informationen aus erster Hand über die Haie und ihre sehr wichtige Funktion im Meer aufzuklären. Sie unterstützt jedoch auch direkt auf den Haischutz bezogene, wissenschaftliche Projekte, denn wir wissen noch viel zuwenig über die Haie, um sie gezielt schützen zu können. Haie passen nicht ins Schema der Tiere, die wir als schützenswert betrachten. Zudem leben sie in einem uns fremden Lebensraum. Obwohl viele Haiarten stark bedroht sind, haben sie keine Lobby, die sich für ihre Erhaltung einsetzt. Viele Menschen fürchten sich vor Haien, denn ihr Wissen über Haie stammt oft nur von reisserischen Filmen und oftmals fragwürdigen Medienberichten. Doch Haie sind nicht die blutrünstigen Räuber aus Filmen wie der «Weisse Hai». Millionen von Menschen schwimmen oder tauchen jährlich im Meer. Pro Jahr werden aber nur ca. 55 Unfälle mit Haien registriert, davon lediglich 12 mit tödlichem Ausgang. Dagegen werden über 100 Millionen Haie jährlich durch den Menschen abgeschlachtet.
Die Realität sieht also ganz anders aus: Die Haie bedrohen nicht uns, sondern wir bedrohen die Haie! Wir möchten, dass Haie als das gesehen werden, was sie wirklich sind: Wichtige Glieder des Ökosystems «Meer», die um ihr Überleben einen beinahe aussichtslosen Kampf führen müssen.
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Shark Info ist ein unabhängiger, internationaler Mediendienst und Informationsservice über Haie. Shark Info liefert News und Hintergründe über Schutz, Ökologie, Biologie und Verhalten von Haien. Shark Info arbeitet mit anerkannten Wissenschaftlern und Fachleuten aus der ganzen Welt zusammen, die sich in der Haiforschung engagieren. Shark Info erscheint auf dem Internet unter www.sharkinfo.ch. Die Internet-Seiten werden laufend aktualisiert.
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