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Beendete Projekte der Hai-Stiftung

Die Hai-Stiftung unterstützt seit 1997 verschiedene Projekte im Bereich Hai-Schutz. Einige Projekte konnten bereits erfolgreich beendet werden. Andere mussten leider wegen mangelnder Resultate oder unzureichender Zusammenarbeit vorzeitig beendet werden.


Index

  2007
> Bullenhai Wanderungen Fidschi (Teilprojekt 1)
> Tracking Workshop am AES Treffen

2006
> Wanderung Golf von Mexiko
> Lokale Fischerei Tamil Nadu

2002
> Verhaltensforschung
> Hai-Inventar
> Walhaie
> Tiefseehaie

2000
> Molekularbiologische Untersuchungen von Weissen Haien


2007

 
Bullenhai Wanderungen Fidschi (Teilprojekt 1)  
Für nahezu alle Haiarten fehlen biologische Daten, speziell über ihre exakten geographischen Verbreitungsgebiete, ihr Migrationsverhalten oder zuverlässige Zahlen zu Populationsgrössen. Dies trifft auch auf weit verbreitete, küstennah lebende Arten wie den Bullenhai (Carcharhinus leucas) zu.

Bullenhaie
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Bullenhaie (Carcharhinus leucas).
An Orten, an denen Bullenhaie auf regelmässiger Basis angetroffen werden können, haben Beobachtungen während der letzten Jahre gezeigt, dass erwachsene Individuen diese Gebiete im Frühling für zwei bis vier Monate verlassen und im Sommer zurückkehren. Wohin sie während dieser Zeit migrieren ist bislang unbekannt. Der Schluss liegt nahe, dass Bullenhaie während dieser Zeit ihre Reproduktionsgebiete/Kinderstuben aufsuchen.<br /><br />Anfang 2003 wurde deshalb von einem internationalen Forscherteam in den bahamesischen Gewässern das Bullenhai Tagging Programm gestartet. Das Ziel dieses Programmes ist es, die Kinderstuben der Bullenhaie und die zu ihnen führenden Migrationsrouten zu finden. In einem zweiten Schritt sollen Konzepte zum Schutz dieser Gebiete zu erarbeitet werden.<br /><br />Basierend auf den Erfahrungen und Resultaten des Bahama-Pilotprojektes wurden 2004 die Studie zum Migrationsverhalten der Bullenhaie auf den Fiji Inseln gestartet. Diverse Bullenhaie wurden für die Untersuchung mit Satellitensendern markiert. Die Sender lösen sich zu einem festgesetzten Zeitpunkt vom Hai und senden Daten über Wanderrouten, Tiefe, Temperaturen etc. an die Satelliten. Die Daten können dann mit spezifischen Computerprogrammen ausgewertet werden.<br />In einer ersten Phase wurden drei Bullenhaie mit Satellitensendern ausgestattet, die sich Ende 2004 von den Haien lösen und an die Oberfläche treiben werden. Im Verlauf des Jahres 2004 wurden weitere Bullenhaie mit solchen Sendern ausgerüstet. Ende 2004 trafen die ersten Daten ein, die 2005 ausgewertet werden können.  Tags
© Klaus Jost / Hai-Stiftung
Vorbereitung der hoch komplexen Sender.

An Orten, an denen Bullenhaie auf regelmässiger Basis angetroffen werden können, haben Beobachtungen während der letzten Jahre gezeigt, dass erwachsene Individuen diese Gebiete im Frühling für zwei bis vier Monate verlassen und im Sommer zurückkehren. Wohin sie während dieser Zeit migrieren ist bislang unbekannt. Der Schluss liegt nahe, dass Bullenhaie während dieser Zeit ihre Reproduktionsgebiete/Kinderstuben aufsuchen.

Anfang 2003 wurde deshalb von einem internationalen Forscherteam in den bahamesischen Gewässern das Bullenhai Tagging Programm gestartet. Das Ziel dieses Programmes ist es, die Kinderstuben der Bullenhaie und die zu ihnen führenden Migrationsrouten zu finden. In einem zweiten Schritt sollen Konzepte zum Schutz dieser Gebiete zu erarbeitet werden.

Basierend auf den Erfahrungen und Resultaten des Bahama-Pilotprojektes wurden 2004 die Studie zum Migrationsverhalten der Bullenhaie auf den Fiji Inseln gestartet. Diverse Bullenhaie wurden für die Untersuchung mit Satellitensendern markiert. Die Sender lösen sich zu einem festgesetzten Zeitpunkt vom Hai und senden Daten über Wanderrouten, Tiefe, Temperaturen etc. an die Satelliten. Die Daten können dann mit spezifischen Computerprogrammen ausgewertet werden.
In einer ersten Phase wurden drei Bullenhaie mit Satellitensendern ausgestattet, die sich Ende 2004 von den Haien lösen und an die Oberfläche treiben werden. Im Verlauf des Jahres 2004 wurden weitere Bullenhaie mit solchen Sendern ausgerüstet. Ende 2004 trafen die ersten Daten ein, die 2005 ausgewertet werden können.

Projektleiter Jürg Brunnschweiler

Die Stiftung finanzierte das Projekt mit insgesamt ca. 19'000 CHF


 
Tracking Workshop am AES Treffen   Im Rahmen des jährlichen Treffens der grössten internationalen Elasmobranchier Organisation, der American Elasmobranch Society (AES), in New Orleans konnte Dr. Jürg Brunnschweiler einen wissenschaftlichen Workshop zum Thema "Tracking von Haien" organisieren. An diesem sehr erfolgreichen Workshop wurde der Einsatz von bestehenden und neuen Technologien im Bereich der Verfolgung von Hai-Bewegungen und -Wanderungen diskutiert. Die Hai-Stiftung und die US-Shark Foundation unterstützten diesen Workshop finanziell. Gary Adkison, Secretary der US-Foundation und Jürg Brunnschweiler hielten Vorträge.

Unterstützung: 3'700 CHF



2006

 
Wanderung Golf von Mexiko  
Schaufelnasen-Hammerhaie (Sphyrna tiburo) leben bevorzugt in Küstennähe, wo sie auch befischt werden. Für den Schutz dieser Haiart ist es sehr wichtig zu wissen, ob Verluste in einem Gebiet durch Zuwanderung von Tieren aus einem anderen, weniger intensiv befischten Gebiet, kompensiert werden können.

Die Diplomarbeit von Markus Ruch am Zoologischen Museum der Universität Zürich beschäftigt sich mit diesem Thema.
Schaufelnasen-Hammerhai
© SeaPics / Hai-Stiftung
Ein Schaufelnasen-Hammerhai (Sphyrna tiburo).
Anhand molekularbiologischer Verwandschaftsanalysen verschiedener Schaufelnasen-Hammerhai Populationen im Golf von Mexiko konnte festgestellt werden, dass gewisse Populationen in diesem Gebiet in unterschiedlichem Mass Individuen untereinander austauschen. Je weniger Austausch, desto empfindlicher reagieren diese Gruppen auf Überfischung.

Die Stiftung hatte die wissenschaftliche Aufsicht (Betreuer Dr. Gaston D. Guex), beschaffte die Gewebeproben aus den verschiedenen Regionen und teilfinanzierte das Projekt mit ca. 5'000 CHF

Die Diplomarbeit wurde im Januar 2001 eingereicht und akzeptiert.
Publikation: > Diplomarbeit über Schaufelnasen-Hammerhaie
Hammerhaie im Golf von Mexiko
© Hai-Stiftung
Genetischer Austausch bei Schaufelnasen-Hammerhaien im Golf von Mexiko. Schwarze Pfeile: dünn = geringer Austausch, dick = starker Austausch.


Lokale Fischerei Tamil Nadu   In Zusammenarbeit mit der deutschen Meeresschutz-Organisation > Deepwave finanziert die Stiftung 2006 eine Aufklärungskampagne für Kleinfischer in Tamil Nadu, Indien. Die Fischer sollen mit Tafeln und anderen Informationsmaterialien darüber aufgeklärt werden, dass die Überfischund der in der Region bereits jetzt schon stark dezimierten Haibestände schlussendlich den Fischen und damit den Fischern selbst schadet und sie mittelfristig ihres Einkommens beraubt.
Investitionen ca. 1'600 CHF



2002

 
Verhaltensforschung   Die Stiftung unterstützte das Projekt von Dr. E. Ritter bis 3. Quartal Jahr 2001 mit insgesamt CHF 94'000. Zusätzlich wurden wertvolles Forschungsmaterial und technische Geräte zur Verfügung gestellt. Bis zum 3. Quartal 2001 konnten trotz mehrfachen Aufforderungen keine konkreten Resultate über die zwei Projekte Hai-Konditionierung und Hai-Wanderungen vorgelegt werden. Es wurden - ausser einer nicht direkt in Bezug zu den Projekten stehende Publikation - auch keine weiteren wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich publiziert.

Die zwei Projekte werden vom Stiftungsrat auf Grund fehlender Resultate nicht weiter unterstützt.

Investitionen insgesamt: ca. 94'000 CHF
 
Hai-Inventar   Bestandesaufnahme der Fauna des Marine National Parks in Walker's Cay durch Dr. E. Ritter, unter besonderer Berücksichtigung der Haie.

Das Projekt wurde vom Stiftungsrat auf Grund fehlender Resultate beendet.
 
Walhaie   Die Stiftung wurde von den Hinterbliebenen eines bei einem tragischen Tauchunfall ums Leben gekommenen Tauchers beauftragt, das bei der Beerdigung für Walhaie gesammelte Geld in ein Walhai-Schutzprojekt zu investieren. Da die Stiftung kein derartiges Projekt hat, wurde der doppelte Betrag an das Shark Research Institute, Princeton, für dessen Walhai-Aktivitäten überwiesen.

Vorerst einmalige Investition 2002: ca. CHF 3'700
 
Tiefseehaie   Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Mark Grace NOAA/NMSF wurde ein Forschungsprojekt zur Identifikation verschiedener Tiefseehaie im Golf von Mexiko unterstützt. Frau Claudia Bänsch lieferte von ihrem Aufenthalt vom Oktober bis November 2002 Proben für die Hai-Gewebesammlung der Stiftung, einen Forschungsbericht sowie photografisches Material.

Einmalige Investition 2002: ca. 2’500 CHF
 


2000

Molekularbiologische Untersuchungen von Weissen Haien   Die Hai-Stiftung führte im Januar 1999 Gespräche mit den verantwortlichen Stellen in Südafrika und hat sich entschieden, in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Meeresfischerei, der Universität Stellenbosch und dem Südafrikanischen Museum 2 Projekte zum Schutz der Weissen Haie in Südafrika einzureichen. Die zwei Projekte wurden am 3. März 1999 akzeptiert und wir können im Sommer 1999 mit unseren Arbeiten beginnen. Die Projekte werden grösstenteils von Mitarbeitern der Hai-Stiftung und der Universität Zürich durchgeführt.

Auch nach mehrmaligen Anfragen konnte keine seriöse Projekt-Zusammenarbeit mit den südafrikanischen Behörden erreicht werden. Durch den tragischen Tod von Dr. D. Seady (Universität Stellenbosch) verloren wir zudem den direkten Kontakt zu Stellenbosch.


Der Stiftungsrat beschloss Ende 2000 die Projekte zu beenden.
Die 1999 für diese Projekte bereitgestellten 40’000 Franken werden für andere Projekte eingesetzt.
 

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